Guinea-Bissau

Guinea-Bissau liegt an der Küste Westafrikas und grenzt im Norden an den Senegal und im Süden an die Republik Guinea. Die Hauptstadt des Landes ist Bissau.

Mit einer Fläche von 36.125 qkm und 1,6 Millionen Einwohnern zählt es zu den kleinsten und mit einem Pro-Kopf-Einkommen von etwa 400 Euro pro Jahr auch zu den ärmsten Länder Afrikas. Knapp 90 Prozent der Bevölkerung lebt zur Zeit von 1 Euro pro Tag und weniger. In der internationalen Armutsstatistik belegt Guinea-Bissau derzeit den siebtletzten Platz.
Als ehemalige portugiesische Kolonie erlangte das Land im Jahr 1973 seine Unabhängigkeit und ist heute eine präsidiale parlamentarische Demokratie. Nach einem verheerenden Bürgerkrieg in den Jahren 1998-1999 hat sich die humanitäre und politische Situation mittlerweile wieder beruhigt. Die Wirtschaft des Landes, deren Leistung durch den Krieg um fast ein Drittel zurückging, ist trotz erster Anzeichen von Erholung weiterhin instabil.
Zwei Drittel der arbeitenden Bevölkerung sind in der Landwirtschaft tätig. Allerdings wird zurzeit nur etwa die Hälfte des fruchtbaren Landes bestellt. Die wichtigsten landwirtschaftlichen Erzeugnisse sind Cashewnüsse, Erdnüsse und Früchte wie Papayas und Mangos. Außerdem spielt die Forstwirtschaft (Harthölzer, Palmen-Produkte) und die Fischerei eine bedeutende wirtschaftliche Rolle.
Das Bildungswesen des Landes ist selbst nach afrikanischen Maßstäben in einem außergewöhnlich schlechten Zustand. Die Analphabeten-Rate beträgt sechzig Prozent. Nur zwei Drittel der schulpflichtigen Kinder nehmen überhaupt an einem geregelten Unterricht teil. Lediglich ein Prozent besucht eine weiterführende Schule. Zwei kleine Universitäten befinden sich im Aufbau, gewähren aber noch keine verlässliche Ausbildung.
Weitere Infos zu Guinea-Bissau finden Sie hier:
www.auswaertiges-amt.de
www.worldbank.org
www.gksoft.com
www.cia.gov
www.wikipedia.org
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